| Vielfalt ist die Würze von Thailands fesselndem Zauber,
und nirgendwo gibt es eine ausgewogenere Mischung von Attraktionen, als
entlang der Küste der aufgehenden Sonne des nahen Südens. Südlich von
Bangkok erstreckt sich die Westküste des Golfes von Thailand, die die
klassischen Zutaten für einen perfekten Familienurlaub
in der Sonne bietet.
Die
Strandresorts von Cha Am und Hua Hin liegen an der Küste, wo man den
Sonnenaufgang direkt erlebt. Der Reichtum der historischen und kulturellen
Sehenswürdigkeiten und die natürliche Schönheit
einer prachtvollen Küstenlinie befinden sich in unmittelbarer Nähe der
Resorts. Anders als Pattaya, an den gegenüberliegenden Ufern des Golfes
gelegen, sind Cha Am und Hua Hin ruhigere und stillere Enklaven inmitten
einer Umgebung, die ein typisch thailändisches Ambiente bewahrt hat.
Auch wenn die Betonung auf einer
friedlichen Zeit fernab vom Trubel der City liegt, so haben sich auch in Cha
Am und Hua Hin viele Möglichkeiten entwickelt. Es gibt Hotels aller Kategorien, Restaurants für
jeden Geschmack und ausreichende Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Gleichzeitig lenkt jedoch nichts von dem Frieden einer herrlichen,
natürlichen Umgebung ab. Mit dem Charme der Küste des Sonnenaufgangs
verbindet sich die Bequemlichkeit des leichten Zugangs. Nur 250 km von
Bangkok entfernt, liegen Cha Am und Hua Hin knapp drei
Fahrstunden südwestlich von Bangkok.
Lange Sandstrände, naturbelassen und leer,
sind typisch für die Region um Cha Am und Hua Hin. Charakteristisch sind die
Casuarina-gerahmten Ufer. Cha Am ist die kleinere der beiden Orte und
besteht fast nur aus Strand. Direkt am Meer befindet sich eine breite
Auswahl an Hotelunterkünften, vom Deluxeresort vollausgerüstet mit
Freizeit- und Unterhaltungsangeboten bis zu einfachen, aber bequemen
Bungalows.
Größer
und etwas luxuriöser in seiner Entwicklung ist Hua Hin. Es ist genauso
berühmt für seine herrlichen Strände. Durch Felsen von einem lebhaften
Fischerdorf abgetrennt zieht sich der Strand in einem Bogen drei Kilometer
bis zu seinem südlichsten Punkt, wo sich buddhistische Tempel dicht an die
Klippen schmiegen. Dahinter liegt ein weiter, noch einsamerer Strand, Hat
Khao Tao.
Thailands ältestes
Strandbad
Hua Hin
ist bekannt als Thailands ältestes Strandbad. Einst ein verschlafenes
Fischerdorf erhielt es in den 20er Jahren königliche Auszeichnung, als König
Rama VII die Örtlichkeiten als Sommerresidenz erkor und hier den
Sommerpalast bauen ließ, dem es den Namen „Klai Kangwon“ (Sansoussi – fernab
aller Sorgen) gab – ein Hinweis auf Hua Hins ruhige Atmosphäre. Plötzlich
war Hua Hin berühmt und der Badeort der Elite der Bangkoker Gesellschaft.
Ein 18-Loch Golfplatz betonte noch zusätzlich die Ausnahmesituation Hua
Hins.
In den
letzten Jahren haben eine ganze Reihe an Hotels in Hua Hin eröffnet, die
luxuriöse Unterkunft und eine volle Ausrüstung an Wassersportmöglichkeiten
und anderen Freizeitaktivitäten bieten. Es gibt hier auch ein grandioses
Hotel aus den 20er Jahren das restauriert wurde und nun in originaler Pracht
ein Ambiente von vergangenen Tagen ausstrahlt – perfekt für alle, die einen
Hauch von Nostalgie lieben. Aber auch für den kleineren Geldbeutel gibt es
jede Menge kleiner Hotels und Anlagen.
Ein Sinn für Identität
Trotzdem
Cha Am und Hua Hin immer mit der Zeit gegangen sind, konnten sie doch ihre
eigene thailändische Identität bewahren. Zu den Hauptattraktionen der beiden
Resorts zählt es, eine friedvolle Zeit am Strand zu dösen, den tropischen
Sonnenschein zu genießen, die verschiedenen Wassersportmöglichkeiten zu
nutzen und die ausgezeichnete Gastronomie, besonders Seafood, zu genießen.
Alles das in einer Umgebung und Atmosphäre die sich ihren wahrhaft
thailändischen Charakter bewahrt hat.
Besonders Hua Hin bietet eine typische Szenerie. Im Gegensatz zu jüngeren
Strandorten, wie z.B. Pattaya, hat es Thailands ältester Badeort nie auf ein
internationales Image abgesehen. Es ist mit sich zufrieden und wenn man zum
kleinen Fischereihafen schlendert, bekommt man einen erfrischenden Einblick
in das traditionelle Leben an Thailands Küste, vielleicht eine Nuance
wohlhabender als die meisten Orte, aber unverfälscht und ehrlich.
Freizeit und Vergnügen
Außer
Sonne, Sand und Meer hat Hua Hin noch andere Möglichkeiten zu bieten, die
Freizeit fernab vom Strand zu verbringen. Besonders zu erwähnen sei der
geschäftige Nachtbasar. Dieser ist keine Attraktion, die für den Besucher
geschaffen wurde, sondern eine traditionelle Einrichtung zum Einkaufen, und
um einer der Lieblingsbeschäftigungen der Thais nachzugehen – pai teeo –
gemütlich zu schlendern um zu sehen und gesehen zu werden. Die vor Ort
produzierten Waren wie Seide und Baumwolle sind die besten Käufe, die man
hier tätigen kann, auch die hiesigen getrockneten Meeresfrüchte, die im
ganzen Land bekannt sind, und thailändische Süßigkeiten (kanom) jeder Art.
Um die
Freizeit aktiver zu gestalten, bietet sich Thailands ältester Golfplatz an,
einer der schönsten des Landes, inmitten einer herrlichen Landschaft von
tropischem Grün. Andere, neuere Golfplätze in der Gegend von Cha Am und Hua
Hin bieten ähnliche Voraussetzungen für ein gutes Spiel in einer malerischen
Landschaft.
Die Küste entdecken
Obwohl
der Schwerpunkt bei einem Aufenthalt in Hua Hin oder Cha Am eher bei
Entspannung liegt, ist doch der Küstenstreifen eine Entdeckungsreise wert.
Südlich von Hua Hin, durch Pran Buri bis runter nach Prachuab Khiri Khan,
gibt es zahlreiche stille Buchten und winzige Fischerdörfer, ideale
Destinationen für Tagesausflüge.
Außerdem
befindet sich hier Khao Sam Roi Yot (Gebirge der 300 Gipfel), ein
Nationalpark, der kurz hinter Pran Buri im Süden liegt. Er umfasst ein
Gebiet von 60 qkm und ist eine Wunderwelt aus einer atemberaubenden Mischung
von bewaldeten Bergen, tiefen Schluchten, Wasserfällen, Höhlen, Stränden,
Mangrovensümpfen und Buchten. Die Fülle der tropischen Vegetation macht aus
diesem Park eine Zufluchtsstätte für viele Tiere und Vögel.
Noch
weiter südlich liegt Prachuab Khiri Khan, die Provinzhauptstadt. Sie ist ein
Fischerort mit einer schönen Bucht. Der Spiegelhügel direkt am Strand, wo
sich eine kleine Pagode und eine Horde verspielter Affen befindet, bietet
ein herrliches Panorama der Küste und des Meeres.
Dahinter
liegt Chumphon. Etwas mehr als ein Tagesausflug von Hua Hin entfernt, ist
diese Küstenprovinz eine eigene Stranddestination. Es gibt hier gute Hotels,
einige sehr schöne und fast einsame Strände, vorgelagerte Inseln und
perfekte Konditionen zum Tauchen und Schnorcheln. Man kann den Ort sowohl
über die Straße als auch die Schiene erreichen und – auch wenn die Reise
lange dauert – man wird doch belohnt durch das komplette Fehlen des
Massentourismus.
Eine reiche Geschichte
Besucher, die an der thailändischen Geschichte und Kultur interessiert sind,
sollten einen Ausflug nach Phetchaburi, ca. 65 km nördlich von Cha Am, nicht
versäumen. Heute eine Provinzhauptstadt, ist Phetchaburi eine historische
Stadt und war ehemals das Hauptzentrum aller künstlerischen Produktion
während der Ayutthaya Periode. Noch heute zeugen herrliche Wandgemälde der
Tempel Suwannaram und Wat Ko Keo davon, einige der schönsten Beispiele ihrer
Art.
Über die
Stadt verstreut liegen noch andere faszinierende Tempel, während sich am
nördlichen Randbezirk der Stadt Phra Nakhon Khiri befindet, ein
Aussichtspunkt und Observatorium, das im 19ten Jh. Von König Rama IV. erbaut
wurde. Die Gebäude wurden kürzlich restauriert, und ein kleines Museum kam
hinzu. Der Ausflug lohnt sich auch schon wegen der herrlichen Aussicht auf
die umliegende Landschaft. Ganz in der Nähe von Phra Nakhon Khiri liegt die
Khao Luang Höhle, eine interessante Grotte, die als heiliger Schrein verehrt
wird und eine Reihe von Buddhastatuen beherbergt. Im Landesinneren,
südwestlich von Petchaburi ist der Kaeng Krachan National Park, Thailands
größtes geschütztes Gebiet.
Dicht bei Hua Hin, nur einige Kilometer nördlich des Resort,
befindet sich der prächtige Sommerpalast von Phra Ratchaniwet
Marukhathayawan, im Jahre 1923 für König Rama VI. erbaut. Aus vergoldetem
Teakholz unter der Führung eines italienischen Architekten errichtet, ist
dies eine atemberaubende Komposition aus Veranden und Gitterwerk. Kürzlich
zu seinen ursprünglichen Glanz restauriert, ist der Sommerpalast einen
Besuch wert. |